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Einmal unter die Haut sehen
Plötzlich war Spannung im Kanzleramt: Gleich würden alle die Adern der Kanzlerin sehen. Steffen Strobel hat es möglich gemacht. Er hat ein neues Gerät entwickelt. Mit dem kann er unter die Haut sehen und die Adern auf dem Computerbildschirm sichtbar machen. Die Kanzlerin war begeistert und zeichnete den jungen Forscher aus.
Hast du dir schon mal die Frage gestellt, wie es unter deiner Haut aussieht. Zum Beispiel, wo dein Blut genau langfließt? Klar, kannst du einige Adern auch mit dem bloßen Auge erkennen.
Aber Ärzte und Schwestern müssen es genauer wissen. Dabei hilft ihnen das neue Gerät von Steffen.
Steffen ist 20 Jahre alt und studiert Informatik. Die Idee seiner Erfindung hatte er nach einem Arztbesuch. Dort hatte ein Arzt mit einer Spritze mehrmals versucht ihm Blut für eine Untersuchung zu entnehmen. Das war schmerzhaft und ein großer blauer Fleck bildete sich anschließend auf seinem Arm. Er will mit seinem Gerät nun Ärzten und Schwerstern helfen, besser Spritzen setzen zu können.
Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte: "Da haben Sie ja nun etwas sehr Praktisches entwickelt." Für seine Erfindung zeichnete sie Steffen mit dem "Sonderpreis der Bundeskanzlerin" aus. Er erhält dafür 1.700 Euro. Die will er für weitere Arbeiten an seiner Erfindung nutzen.
Neugierige gesucht
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Junge Forscher im KanzleramtSteffen ist ein junger Forscher, der am Wettbewerb "Jugend forscht" teilgenommen hat. Insgesamt hatten sich sogar über 10.000 Kinder und Jugendliche in diesem Jahr angemeldet. 200 von ihnen durften mit ihren 107 Projekten mitmachen.
Steffen war auch nicht allein im Kanzleramt in Berlin. Angela Merkel begrüßte alle 63 Preisträgerinnen und Preisträger. "Wir brauchen so junge Forscher und Neugierige wie Sie", sagte die Kanzlerin. Es ist wichtig, viele junge Menschen für Technik, Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Denn schon heute und erst recht in der Zukunft werden viele Arbeitskräfte in diesen Gebieten benötigt.
Wissen, wo der Opa ist
Vielleicht gehört auch der 14-jährige Maximilian Reif zu den Fachleuten von morgen. Er entwickelte den X-Finder. Das ist eine Software für ein GPS-Handy. GPS kennst du vielleicht aus dem Auto. Es kann mithilfe von Satelliten bestimmen, wo sich das Auto befindet und wo es langfahren muss.
"Meine Oma findet's gut", meinte Maximilian zu seiner Erfindung. "Mein Opa hat Alzheimer und geht leicht verloren." Und so funktioniert der X-Finder: Jemand schickt eine SMS an das Handy des herumirrenden Großvaters. Dieses Handy antwortet ebenfalls per SMS und verrät somit, wo der Opa ist.
Alzheimer ist eine Krankheit, bei der die Menschen immer mehr vergessen. Häufig finden sie sich auch nicht mehr zurecht und verlaufen sich. Meist erkranken ältere Menschen daran.
Werdet junge Forscher
Vielleicht habt ihr ja auch eine tolle Idee für eine Erfindung in Biologie, Chemie, Raumfahrt, Mathematik, Informatik, Physik oder Technik. Dann bewerbt euch, wenn es wieder heißt "Jugend forscht". Eure Vorschläge müssen bis zum 30. November vorliegen. Genauere Informationen findet ihr auf der Homepage von "Jugend forscht".