Gefeiert haben wir im vergangenen Jahr viel. Im Mai feierten wir 60 Jahre Bundesrepublik Deutschland und im November 20 Jahre friedliche Revolution. Deutschland zeigte sich von seiner besten Seite. Aber wie sehen Jugendliche ihr Heimatland?
Um das zu erfahren, waren alle Kinder und Jugendlichen aufgerufen ihr Bild von Deutschland zu beschreiben. 10.000 Jugendliche hatten sich beteiligt.
Nun war es soweit. Die besten zehn Beiträge wurden ausgezeichnet. Ihr Preis: 1.000 Euro und eine Urkunde des Bundesinnenminister Thomas de Maizière.
"Die Mauer auf dem Schulhof"
Besonders gut gefiel dem Minister das Projekt der Goetheschule in Barsinghausen (Niedersachsen). Alle 1.200 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Klassen haben sich an dem Unterrichtsprojekt "Die Mauer auf dem Schulhof" beteiligt.
Foto: Zeitbild Verlag
Logo des WettbewerbsSie haben das geteilte Deutschland von 1989 nachgespielt. Da gab es Ost- und Westklassen. Es gab Grenzposten, die eine 44 Meter lange und 2,10 hohe Mauer auf dem Schulhof bewachten. Und es gab die Staatssicherheit, die alles heimlich überwachte.
Doch trotz dieser Staatssicherheit gab es auch Montagsdemos der "Ostschüler" gegen die Mauer. Genauso wie es 1989 tausende Menschen in der DDR getan hatten.
Am 9. November 2009 durchbrach dann ein Trabi die Mauer auf dem Schulhof – als Zeichen für den Mauerfall. Er leitete die Wiedervereinigung der Ost- und Westschüler ein. "Und wie beim Mauerfall 1989 waren auch wir froh wieder vereint zu sein", sagte eine Schülerin der Goetheschule.
Das Projekt habe für die Schüler viel gebracht, "denn es war kein trockner Geschichtsunterricht", informierte die Schülerin weiter. "Ganz toll", lobte der Bundesinnenminister. "Für ein solches Projekt muss man wahrscheinlich sehr viel machen und das verdient einen besonderen Dank, auch an die Lehrer."