Nicht jeder Physiker landet im Labor

Mi, 10.02.2010
 
Der große Naturwissenschaftler Albert Einstein hat uns das Rätsel E=mc² hinterlassen. Aber auch unser Bild vom verrückten Professor stark geprägt. Zerzauste Haare, verschlissene Cord-Hose und schlabbrige Pullover – so stellen sich viele einen Physiker vor.
Tagelang kann ein solcher Wissenschaftler in einem stickigen Labor über komplizierten Formeln und Versuchsanordnungen brüten. Wochenlang kann er tüfteln  bis er entdeckt, was die Welt zusammenhält.
 
Doch nicht jeder Physiker verändert unser Weltbild. Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat herausgefunden, dass Physiker zu den Wissenschaftlern mit den vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten gehören.
 

Gute Aussichten für Physiker

 
Albert Einstein schreibt eine Gleichung zur Dichte der Milchstraße an die Tafel, aufgenommen am 14.1.1931Foto: picture-alliance/dpa Vergrößerung Der Professor Albert EinsteinDrei Viertel von ihnen arbeiten heute nicht in ihrem ursprünglichen Fachgebiet. Das beste Beispiel ist unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Gegensatz zu ihr bleiben jedoch viele Physiker der Technik und den Naturwissenschaften treu. Sie sind als Informatiker, Mathematiker oder Ingenieur tätig. Nur die wenigsten zieht es in völlig fachfremde Berufe. Sie werden etwa Manager, Arzt oder Anwalt.
 
Dennoch sind beinahe 90 Prozent aller Physikerinnen und Physiker mit ihrer Studienwahl zufrieden. Sie würden sich immer wieder für das Fach entscheiden.
 

Deutschland braucht Physikerinnen und Physiker

 
Allerdings gehen in den kommenden Jahren immer mehr Physikerinnen und Physiker in Rente. Gleichzeitig wollen immer weniger Jugendliche Physik studieren. Deutschland droht deshalb ein Mangel an Fachkräften.
 
Wenn euch also technische, elektronische oder mechanische Vorgänge interessieren, dann wäre ein Physikstudium vielleicht das richtige für euch. Jedes Talent wird gebraucht.
 
Auch die Bundesregierung ist interessiert an gut ausgebildeten Wissenschaftlern. Deshalb fördert sie mit einer Initiative ein Studium in Mathematik, Informatik, den Naturwissenschaften und der Technik (MINT). Unter dem Motto "Komm, mach MINT" werden vor allem junge Frauen unterstützt.