Die Chefin der Bundesregierung, Bundeskanzlerin Angela Merkel, hatte schon vorher gesagt, dass in Deutschland gespart werden muss: „Wir können nur das ausgeben, was wir einnehmen.“
Der Vertreter der Kanzlerin, Außenminister Guido Westerwelle, stimmte ihr zu. Er verglich den Staatshaushalt mit einem privaten Haushalt: „Wenn man mit dem, was man hat, nicht mehr auskommt, dann muss man die Ausgaben kürzen.“
In der Kabinettsitzung ging es nun darum, an welchen Stellen im nächsten Jahr gespart wird. Die Bundeskanzlerin findet Bildung, Forschung und Technologie so wichtig, dass man in diesen Bereichen mit dem Sparen sehr vorsichtig sein soll. Sie will das Geld so ausgeben, dass die Wirtschaft und die Fabriken wieder mehr Menschen einstellen können. So gibt es weniger Arbeitslose und aus der Kasse der Bundesregierung muss weniger Geld für die Unterstützung der Menschen ohne Arbeit ausgegeben werden.
Die Bundeskanzlerin sagte auch, dass diese Geld-Entscheidungen nicht nur jetzt, sondern auch noch für die nächsten Jahre wichtig sind. Denn sie möchte sicherstellen, dass Deutschland für junge Menschen ein lebenswertes Land bleibt. Das meint auch ihr Kollege Westerwelle: „Solide Staatsfinanzen sind die Voraussetzung dafür, dass Bürgerinnen und Bürger in Zukunft entlastet werden können und dass wir Wohlstand für alle auf Dauer auch für die nächste Generation erhalten.“ Das Kabinett denkt also nicht nur daran, was jetzt gut für die Erwachsenen ist. Die Bundesregierung hat auch die Zukunft der Kinder im Blick.
„Wie stellen wir uns die nächsten Jahre vor? Wie stellen wir uns das Jahrzehnt vor? Wie können wir in die Zukunft investieren?“ Das sind Fragen, mit denen sich die Bundeskanzlerin und das Kabinett in ihrer Besprechung beschäftigen. Es muss deshalb jetzt Geld gespart werden, damit auch in einigen Jahren noch Schulen und Universitäten, Kindergärten und Spielplätze gebaut oder modernisiert werden können.