Kleine Forscher finden bei ihren Experimenten im Kindergarten zum Beispiel heraus, wie man Feuer machen kann – ganz ohne Streichholz oder Feuerzeug. Alles, was sie dazu brauchen, sind: die Sonne, ein Blatt Papier und eine Lupe. Wichtig sind außerdem eine feuerfeste Unterlage und ein Eimer Wasser – schließlich entsteht ja Feuer.
Durch die Lupe fallen die Sonnenstrahlen auf das Papier. Wer die Lupe ganz ruhig hält, sodass sich das Sonnenlicht bündeln kann, bemerkt einen kleinen weißen Punkt. Dieser Punkt auf dem Papier färbt sich dunkel und kann anfangen zu brennen. Mit Hilfe der Energie der Sonne ist also Feuer entstanden.
Das "Haus der kleinen Forscher" ist eine Stiftung (das ist eine Organisation), die Kindergärten, Kitas oder Vorschulen unterstützt. Die Erzieherinnen und Erziehern bekommen von der Stiftung Tipps, wie sie mit den Kindern die Welt der Naturwissenschaft erkunden können. Zum Beispiel gibt es zu jedem Experiment eine Experimentierkarte mit ausführlichen Anleitungen. Wenn eine Kita mit den Kindern sehr viel forscht und experimentiert, darf sich die Kita "Haus der kleinen Forscher" nennen.
Energie steckt überall
Jeden Monat gibt es ein neues Experiment für die kleinen Forscherinnen und Forscher. Spielerisch erkunden sie die Welt der Naturwissenschaften und der Technik. Und manchmal gibt es am Ende des Experiments ein leckeres Eis. In dem Experiment "Omas Eismaschine" wird aus einer Salatschüssel nämlich eine Tiefkühltruhe, in der sich Fruchteis herstellen lässt.
In diesem Jahr drehen sich die Experimente hauptsächlich um das Thema "Energie". Der Grund dafür ist, dass das Jahr 2010 das "Jahr der Energie" ist. Und Energie ist viel mehr als nur Strom, der aus der Steckdose kommt. Auch ein Wasserstrahl, der sich ohne Berührung verbiegen lässt, hat mit Energie zu tun.
Früh übt sich
Bei den Experimenten ist es nicht so wichtig, immer alles richtig zu machen. Viel wichtiger ist es, zu beobachten, was passiert, und sich zu überlegen: Was steckt dahinter?
Den Forschergeist von Kindern zu wecken, findet auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan wichtig. Sie unterstützt das "Haus der kleinen Forscher". Sie findet es wichtig, auch schon kleine Kinder früh für Chemie, Physik, Biologie und Technik zu interessieren. Schließlich können aus kleinen Forscherinnen und Forschern später mal große Wissenschaftler werden.