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Mit dem Elektroauto in 80 Tagen um die Welt

26. August 2010
Bundesumweltminister Norbert Röttgen sitzt vor dem Bundeskanzleramt in Berlin in einem Elektromobil
Foto: picture alliance/dpa
Bundesumweltminister Röttgen im Elektroflitzer
Paris, Amsterdam, Kiew und Moskau sind Stationen einer ungewöhnlichen Weltumrundung. Sicher, es haben schon viele Menschen die Welt umrundet: mit dem Schiff, mit dem Flugzeug oder dem Fahrrad. Aber jetzt haben sich Menschen in Elektroautos gesetzt, um einmal rund um die ganze Welt zu fahren.

Ihrer Reise haben sie den Namen gegeben „Zero Race“. Übersetzt bedeutet das in etwa, ein Autorennen mit Null Schadstoffausstoß. Sie wollen zeigen, dass man durchaus so lange Strecken mit einem Auto zurücklegen kann, ohne die Umwelt zu belasten. So fahren nicht nur alle Autos mit Strom, sondern ihr Strom stammt auch aus erneuerbaren Energien (zum Beispiel aus Wind, Sonne oder Wasser).

Auch in Berlin machten diese flotten Flitzer Stopp. Viele Menschen umringten die Autos neugierig. Unter ihnen natürlich auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Autos, die keine schädlichen Gase ausstoßen, interessieren ihn natürlich sehr. Der Minister durfte sogar in einem der „Öko-Rennwagen“ Platz nehmen – aber nur als Beifahrer.

Umbruch

Von der Schweiz bis nach Mexiko

Gestartet sind die Elektroautos am 15. August in Genf (Schweiz). Ihr Ziel ist Cancun in Mexiko. Dort findet in diesem Jahr eine wichtige Weltklimakonferenz statt. "Mit unserem Erscheinen wollen wir die Staatenlenker inspirieren, weiter für den Planeten zu kämpfen", sagt der Schweizer Rennleiter Louis Palmer. Am 22. Januar 2011 werden die Teilnehmer in Genf zurückerwartet.

Einen Teil der Reise werden die Elektroautos mit dem Schiff zurücklegen. Denn, wenn die Flitzer auch schnell sind, übers Wasser zwischen Europa und Amerika können sie dennoch nicht fahren.

Umbruch

Weltreise mit dem Solarfahrzeug

Das „Zero Race“ ist nicht das erste Projekt des Schweizers. Bereits vor zwei Jahren fuhr er mit einem selbstgebauten Sportwagen um den Globus. Rund 55.000 Kilometer legte der Solarpionier damals in 18 Monaten zurück. Er gilt seitdem als erster Mensch, der die Erde in einem Fahrzeug umrundete, dass durch Solarenergie angetriebenen wird.

 

"Bei der ersten Tour habe ich rund 700 Millionen Menschen über die Medien mit meinen Anliegen erreicht“, sagte Palmer. „Mit diesem Rennen soll sich die Elektromobilität nachhaltig in die Köpfe einprägen"

Einen einflussreichen Unterstützer hat das „Zero Race“ an diesem Tag mit Sicherheit gewonnen: Bundesumweltminister Norbert Röttgen.