Startseite

Auf ins Grüne!

20. Januar 2012
Ein Rind auf einer grünen Wiese
Foto: BilderBox
Kühe gibt es nicht nur auf der grünen Wiese
Kühe, Schweine und Traktoren mitten in Berlin? Klar, gibt es. Einmal im Jahr könnt ihr sie auf der Internationalen Grünen Woche sehen. Viele Besucher tummeln sich dann in den Messehallen am Funkturm.

Aber warum heißt diese Messe – Grüne Woche? Vielleicht weil es dort ganz viel Grünes gibt: Blumen, Pflanzen, leckeres Obst und Gemüse. Aber vielleicht ist es auch ganz anders, denn es gibt da so eine Geschichte: früher haben viele Förster und Bauern die Messehallen besucht. Sie trugen oft grüne Mäntel. Die Messe soll so zu ihrem Namen gekommen sein.

Heute ist die Messe ganz schön bunt. Zehn Tage öffnet sie ihre Tore für viele Besucher. Viele von ihnen freuen sich besonders auf die Blumenhalle. In dieser Halle leuchten sehr viele bunte Blüten. Da vergisst man fasst, dass es vor den Hallentüren kalt und grau ist.

Umbruch

Kakao aus Madagaskar

Andere Besucher kommen wegen des leckeren Essens. An vielen Ständen aus der ganzen Welt können sie kosten, was die Länder als besondere Leckerbissen anbieten.

Sogar aus Madagaskar gibt es einen Stand. Madagaskar liegt mitten im Indischen Ozean. Die Leute von dort haben Kakaobohnen mitgebracht. Aus denen wird Kakao und Schokolade gemacht. Ihr könnt euch die Bohnen ansehen und heißen Kakao probieren. So könnt ihr unter zehn verschiedenen Sorten euren Lieblingskakao finden – lecker!

Ihr könnt aber auch an Ständen aus afrikanischen Länder wie Gabun und Ghana Kostproben finden. Auch südamerikanische Länder wie Argentinien und Peru sind auf der Messe vertreten. Wann kann man schon mal etwas aus diesen Ländern essen oder trinken?

Kuh, Schwein und Schaf

Für die vielen kleineren Besucher ist die Tierhalle eine Attraktion. Viele Großstadtkinder können selten Kühe, Schweine und Schafe sehen oder so nah herankommen wie in dieser Halle.

Ferkel säugen an ihrer MuttersauIhr könnt hier sehen, wie groß so ein Rind sein kann. Oder ihr schaut euch an, wie sich viele, viele kleine Ferkel an ihre Mama kuscheln.

Toll sind auch die Vorführungen der kleinen und großen Reiter auf den unterschiedlichsten Pferden. Sie drehen ihre Runden auf dem Reitplatz in der Halle.

Umbruch

Nicht nur gucken

Wer nicht nur gucken will, kann viel ausprobieren. Zum Beispiel am Stand des Bundesverbraucherschutzministeriums. Hier könnt ihr basteln oder einen „Minigarten zum Mitnehmen und Naschen“ anlegen.

Ein Stand mit Gemüse
Foto: gruenewoche.de
Gemüse und Obst am besten aus der Nähe
Und gemeinsam mit euren Eltern könnt ihr lernen, was es heißt saisonal und regional einzukaufen. Saisonal oder regional einkaufen bedeutet: Bestimmte Obst- oder Gemüsesorten am besten immer dann einkaufen, wenn sie bei uns in Deutschland oder den Nachbarländern wachsen.

Es kommt nämlich der Umwelt zugute, wenn zum Beispiel Erdbeeren nicht aus weitentfernten Ländern im Winter zu uns transportiert werden müssen. Besser ist es, die Erdbeeren dann zu essen, wenn sie auch bei uns im Sommer wachsen.

Auch Obst oder Gemüse, welches im Gewächshaus wächst, ist für unser Klima schädlich. Gewächshäuser verbrauchen viel Strom für Licht und Wärme. Deshalb solltet ihr beim nächsten Einkauf mit euren Eltern daran denken, Obst und Gemüse auszuwählen, dass bei uns wächst. Ein Saisonkalender kann euch dabei helfen. Auch den Kalender werdet ihr auf der Grünen Woche finden.

Viele Menschen, lange Wege

So ein Messerundgang ist ganz schön anstrengend. Es sind viele Menschen unterwegs. Die Hallen sind riesig und die Wege oft weit. Am besten ihr plant euren Besuch deshalb schon zu Hause. Überlegt gemeinsam mit euren Eltern, was ihr sehen wollt. Ein Messeplan hilft euch bei der Vorbereitung. Dann kann es losgehen.

Die Messe findet in diesem Jahr vom 20. bis 29. Januar statt. Auch die Bundesregierung ist mit Ständen des Bundesumweltministeriums und des Bundesverbraucherschutzministeriums auf der Messe.

Viel Spaß auf der Grünen Woche!