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Die Sache mit der Sprache

31. Januar 2012
Eine Schulklasse einer Grundschule mit Kindern aus fremden Ländern
Foto: Peter Hirth/transit
Gemeinsam lernen hilft am besten
Natascha ist jetzt seit einem halben Jahr Schülerin einer dritten Klasse in Berlin. Wenn ihre Mitschülerinnen lustige Sachen erzählen und lachen, kann Natascha noch nicht alles verstehen. Denn Natascha ist aus Russland nach Deutschland gezogen.

Aber das Meiste im Unterricht versteht Natascha schon, denn sie lernt fleißig die deutsche Sprache. Auch mit ihren Mitschülern versteht sie sich meist gut und zwei Freundinnen hat Natascha auch gefunden.

Nur manchmal tauchen Worte auf, die Natascha noch nicht kennt. Die lässt sie sich dann von ihren Freundinnen erklären. Natascha fühlt sich wohl in ihrer neuen Klasse. Doch manchmal hat sie auch Heimweh nach ihren Freunden in Russland.

Auch die Eltern von Natascha lernen fleißig Deutsch. Für sie ist es wichtig sich in der neuen Sprache ausdrücken zu können. Schnell wollen sie auch in Deutschland wieder in ihren Berufen arbeiten. Nataschas Mama ist Lehrerin und ihr Papa ist Feuerwehrmann. Doch dazu benötigen sie die deutsche Sprache.

Umbruch

Deutsch lernen ist wichtig

Die Teilnehmerinnen an einem Sprachkurs
Foto: picture-alliance/ZB
Auch die Erwachsenen müssen lernen
So wie Natascha und ihren Eltern geht es vielen Menschen, die aus fremden Ländern nach Deutschland kommen. Die Bundesregierung möchte, dass diese Menschen sich schnell bei uns wohlfühlen, mit uns leben und arbeiten.

Sie gibt deshalb viel Geld für Kurse, die nicht nur die deutsche Sprache vermitteln. In den Kursen lernen die Menschen auch etwas über die deutsche Geschichte und unser Leben.

Außerdem gibt es seit fünf Jahren einen so genannten Integrationsgipfel im Kanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel bespricht dort mit Politikern und Fachleuten, wie die Menschen aus fremden Ländern besser mit uns leben können.

Integration ist ein Fremdwort aus dem Lateinischen. Es bedeutet so viel wie „eingliedern“, „einordnen“ oder „einbeziehen“.

Umbruch

Damit ein russischer Feuerwehrmann auch bei uns Feuer löscht

Ein Feuerwehrmann
Foto: Jens Komossa
Feuerwehrmann Senol Kahveci, in der Türkei geboren, in Deutschland aufgewachsen
In diesem Jahr wird es beim Integrationsgipfel besonders darum gehen, wie mehr der zugezogenen Menschen für interessante Berufe gewonnen werden können. Zum Beispiel für Berufe wie Polizistinnen, Feuerwehrmänner, Lehrerinnen, Krankenpfleger oder Berufe in Rathäusern oder anderen Ämtern.

Da arbeiten heute noch sehr wenige Menschen, die aus fremden Ländern zu uns kamen.

So sollen sich auch die Bedingungen für Nataschas Mama und Papa verbessern, damit sie auch in Deutschland in ihren alten Berufen arbeiten können. Doch dazu ist die deutsche Sprache sehr wichtig. Aber das haben Natascha, ihre Mama und ihr Papa schon längst erkannt.