In vielen Familien gehen der Vater und die Mutter morgens arbeiten. In manchen Familien geht auch nur der Vater oder nur die Mutter arbeiten. Manche Eltern haben auch schon einmal ihren Job verloren. Das passiert zum Beispiel, wenn ein Betrieb Pleite geht und alle entlassen muss.
In Deutschland gibt es derzeit über drei Millionen Menschen, die eine Arbeit suchen. Die Bundesregierung hilft den Menschen dabei auf unterschiedliche Weise.
Wie viele Menschen haben Arbeit?
In Deutschland gehen 40 Millionen Menschen arbeiten – das ist fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung. Man spricht von Erwerbstätigen, denn sie bekommen für ihre Arbeit Geld. Zu dieser Gruppe gehören sowohl die Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber. Die meisten Erwerbstätigen sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und bei einer Firma oder bei einer Behörde angestellt. Es gibt aber auch viele Selbstständige. Diese leiten beispielsweise ihr eigenes Unternehmen und geben anderen Menschen Arbeit.
Auch die Bundesministerien haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie arbeiten der Bundeskanzlerin und den Ministerinnen und Ministern zu. Beispielsweise bereiten sie Gesetze vor, die bessere Voraussetzungen schaffen, damit neue Arbeitsplätze entstehen. Oder sie stehen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Fragen zur Verfügung – per Telefon oder per E-Mail.
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Was kostet ein Arbeitnehmer?
Ein Unternehmer, also zum Beispiel der Supermarktbetreiber, zahlt den Menschen, die für ihn arbeiten, jeden Monat den Lohn. Das ist aber nicht alles. Der Arbeitgeber zahlt dafür, dass der Arbeitnehmer gegen Krankheit, Arbeitslosigkeit und Pflegebedürftigkeit versichert ist. Das ist wichtig, denn die Menschen müssen auch Geld erhalten, wenn sie krank oder arbeitslos werden. Und sie wollen später auch einmal eine Rente bekommen. Deshalb zahlt er für den Arbeitnehmer Geld in die Rentenkasse, damit er später Geld bekommt - wenn er alt ist und nicht mehr arbeitet.
Das zusammen sind die so genannten Lohnnebenkosten. Die Kosten entstehen nämlich neben dem Lohn. Übrigens zahlt nicht nur der Arbeitgeber: Er zahlt die eine Hälfte, die andere zahlt der Arbeitnehmer selbst.
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Was kann die Bundesregierung tun, damit Arbeitsplätze entstehen?
Die Bundesregierung kann privaten Firmen natürlich nicht befehlen, Menschen einzustellen. Aber sie kann mithelfen, dass es für Unternehmen leichter und einfacher ist, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzustellen. Denn Unternehmen müssen, um langfristig bestehen zu können, Gewinne machen.
Neben dem Lohn müssen noch die Kosten für den Schutz der Beschäftigten gezahlt werden, etwa wenn jemand einen Unfall hat, krank oder arbeitslos wird, wenn seine Firma Pleite geht. Aber auch für die spätere Rente muss vorgesorgt werden Die Bundesregierung sorgt dafür, dass diese so genannten Lohnzusatzkosten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber möglichst niedrig gehalten werden.
Noch immer suchen drei Millionen Menschen Arbeit. Es ist schon viel erreicht worden, denn es waren vor wenigen Jahren sogar fünf Millionen Arbeitslose. Besonders kümmert sich die Bundesregierung dabei auch um Jugendliche, die nicht so gut in der Schule waren und schwer einen Ausbildungsplatz oder eine Stelle finden.
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Was machen die Arbeitsagenturen?
Eine ganz wichtige Rolle bei der Arbeitssuche spielen die Arbeitsagenturen und Jobcenter. Über 800 gibt es verstreut in ganz Deutschland. Dorthin können die Arbeitslosen kommen. Aber auch Menschen, die einfach eine andere Arbeitsstelle suchen, kommen hierher. Unternehmen melden sich dort, wenn sie freie Stellen anzubieten haben. Die Arbeitsuchenden können sich die Angebote im Computer anschauen, sich bewerben und vorstellen.
Die Arbeitsagenturen haben auch eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Arbeitslose weiterzubilden und für eine neue Aufgabe zu qualifizieren – sie also fit zu machen für einen neuen Job. Auch hier hilft die Bundesregierung, indem sie solche Kurse bezahlt.
Das gilt besonders für junge Menschen, die nach der Schule Schwierigkeiten haben, einen Job oder einen Ausbildungsplatz zu finden. Ziel ist es, allen Jugendlichen nach der Schule ein Arbeitsangebot zu machen und die Chance zu geben, eigenes Geld zu verdienen.
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