Das Grundgesetz ist unsere Verfassung. Es enthält die wichtigsten Regeln für den Staat und damit auch für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland.
Das Grundgesetz ist unsere Verfassung. Es enthält die wichtigsten Regeln für den Staat und damit auch für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland.
Das Grundgesetz hat 146 Artikel. Der erste Abschnitt des Grundgesetzes enthält die wichtigsten Artikel: die Grundrechte. Diese Rechte haben die Menschen in unserem Lande gegenüber dem Staat, gegenüber Behörden und Gerichten. Auch für den Umgang der Menschen miteinander sind sie wichtig. In diesen Artikeln steht beispielsweise:
Bei so vielen "Bundes" im Grundgesetz ist auch schnell klar, welche Art von Staat das Land sein soll: eine Bundes-Republik. "Republik" heißt vor allem, dass es keinen König oder keine Königin gibt. Eine Monarchie hätte einen König oder eine Königin. Eine Republik ist schlicht eine Nicht-Monarchie. "Bundes"-Republik nennt man Deutschland, weil die verschiedenen deutschen Länder wie zum Beispiel Brandenburg, Nordrhein-Westfalen oder Bayern Deutschland bilden. In diesem Bund sollen sie zusammenarbeiten. Auch die einzelnen Rechte und Aufgaben der Länder und die gemeinsamen Aufgaben des ganzen Bundes werden in der Verfassung festgelegt. Hier ist zu lesen, wer von ihnen die Gesetze entwirft, wer sie überwacht und wer sie durchsetzt. Das Grundgesetz ist also ein bisschen so etwas wie eine sehr gute und gerechte "Hausordnung" für Deutschland. In vielen ausländischen Staaten wird die Hausordnung "Verfassung" genannt. Allerdings nicht bei uns.nach oben
Warum heißt die Verfassung der Bundesrepublik "Grundgesetz"?
Als man sich dieses Gesetz ausgedacht hat, konnte keine Verfassung für ganz Deutschland beschlossen werden. Die Sowjetunion hatte 1945 nach dem Zweiten Weltkrieg den östlichen Teil Deutschlands besetzt. Die USA, Großbritannien und Frankreich besetzten die westlichen Gebiete Deutschlands. Aufgrund ihrer Geschichte hatte die Sowjetunion ganz andere Vorstellungen von einem Staat und seiner Verfassung. Frankreich, die USA und Großbritannien konnten eher Gemeinsamkeiten in ihrer Geschichte finden. 1948 einigte man sich in der amerikanischen, britischen und französischen Zone. Die Besatzer erlaubten den Deutschen, eine neue Verfassung zu entwerfen. Dazu wurde eine Versammlung einberufen. In dieser Versammlung einigte man sich auf ein vorläufiges "Grundgesetz". Denn die Gründung eines geteilten Deutschlands war zunächst nicht geplant. Dieses Grundgesetz hatte zum Ziel, irgendwann Teil einer Verfassung für ganz Deutschland zu werden - für Ost und West.nach oben
Parlamentarischer Rat und Deutscher Volksrat: Was hat es damit auf sich?