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Was machen deutsche Soldaten in anderen Ländern der Welt?

In Deutschland herrscht Frieden. Als Kind kannst du zur Schule gehen, du kannst Sport treiben, dich mit deinen Freunden treffen. Aber das ist nicht überall so. 
Vor allem außerhalb Europas gibt es sehr viele Länder in schwierigen Situationen. In einigen von ihnen herrscht Krieg. Menschen werden verletzt und müssen sterben. Deutschland und viele andere Länder wollen das nicht zulassen. Sie wollen helfen, die Konflikte zu lösen. Deshalb schicken sie Soldatinnen und Soldaten in diese Länder.
 
Zurzeit sind 6.900 Deutsche in Krisengebieten im Einsatz. Gemeinsam mit befreundeten Ländern trägt die Bundeswehr dazu bei, gewaltsame Konflikte zu verhindern oder zu beenden. Gleichzeitig hilft sie, den Frieden zu sichern und zu bewahren.

Warum engagiert sich die Bundeswehr in Afghanistan?

Der größte Einsatzort deutscher Soldatinnen und Soldaten ist Afghanistan. Radikale Islamisten (genannt "Taliban") regierten dieses Land bis 2001. Sie planten terroristische Anschläge in der Welt, so zum Beispiel auch die furchtbaren Anschläge auf das "World Trade Center" in New York.
 
Es existierten keine Menschenrechte in Afghanistan, also das Recht, seine Meinung zu sagen oder sich zu versammeln. Frauen und Mädchen durften nicht zur Schule gehen oder einen Beruf ausüben. Selbst alltägliche Vergnügungen waren untersagt: Der Volkssport des Drachensteigens war verpönt, Musikhören war verboten.
 
Die internationale Gemeinschaft hat sich wegen der Anschläge auf das "World Trade Center" gegen die Taliban gewandt und sie gestürzt. Seit 2002 engagiert sich die Bundesregierung in Afghanistan. Die Bundeswehr hilft, Sicherheit für die Menschen zu schaffen und das Land wieder aufzubauen. Insgesamt sind rund 3.000 Frauen und Männer vor Ort. Auch die Polizei und deutsche Entwicklungshelfer bauen das Land wieder mit auf.
 
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Was macht die Bundeswehr in Afghanistan?

In den letzten sechs Jahren nach Ende der Herrschaft der Taliban hat sich das Leben für viele Menschen in Afghanistan verbessert. Es gibt bisher über 700 Aufbauprojekte, bei denen Deutsche dabei sind. Entweder hat die Bundeswehr diese Projekte durchgeführt oder sie hat andere Helfer vor Angriffen geschützt. Mit deutscher Hilfe bauten die Afghanen zudem 3.500 Schulen und Kindergärten und 370 Krankenhäuser. Sie reparierten viele Brücken, Straßen und Brunnen.
 
Seit 2004 hat das Land einen frei gewählten Präsidenten. Ein Jahr später konnten die Afghanen zum ersten Mal in der Geschichte ihres Landes ihr Parlament wählen. Außerdem wurde im Laufe der Zeit eine Regierung gebildet und neue Richter und sogar Richterinnen ernannt.
 
Afghanistan ist aber noch kein ganz sicheres Land. Noch gibt es die Taliban und kriminelle Gruppen, die die jetzige Entwicklung bekämpfen. Deshalb ist der Aufbau der afghanischen Polizei und Armee so wichtig. Die Bundesregierung will das Land dabei auch in den nächsten Jahren weiter unterstützen. nach oben

Wo sind die anderen 4.000 Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz?

Seit 2006 schützen deutsche Soldatinnen und Soldaten im Mittelmeer die Küste vor dem Libanon. Sie achten darauf, dass über das Mittelmeer keine Waffen illegal in das Land kommen.
 
Am Horn von Afrika sind deutsche See- und Luftstreitkräfte stationiert. Auch hier verhindern sie mit bis zu 1.300 Deutschen den Handel mit Drogen, Waffen und Munition.
 
Im Kosovo helfen Deutsche, eine Verwaltung und Gerichte aufzubauen. Sie sorgen dafür, dass die Bevölkerungsgruppen, die vor kurzem noch im Krieg waren, friedlich zusammenleben.
 
Ähnlich in Bosnien und Herzegowina: Mit anderen Ländern der Europäischen Union schützen deutsche Soldatinnen und Soldaten den Frieden. Denn auch hier gab es einen Krieg.
 
In Afrika überwacht die Bundeswehr den Waffenstillstand zwischen Äthiopien und Eritrea. Auch im Sudan sind deutsche Streitkräfte im Einsatz, um ein Friedensabkommen zu sichern.
 
In Georgien sind deutsche Soldatinnen und Soldaten für eine Beobachtermission  im Einsatz. Das bedeutet, die Bundeswehrangehörigen haben keine Waffen.
 
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