Deshalb unternimmt die Bundesregierung auch eine ganze Menge für Kinder. Durch einen Nationalen Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland" konnte sie über fünf Jahre lang herausfinden, was Kinder und Jugendliche brauchen. Im Abschlussbericht des Aktionsplanes stehen nun zentrale Leitlinien für eine Kinder- und Jugendgerechtigkeit.
Was bedeutet eigentlich Kinder- und Jugendgerechtigkeit?
Welche Rechte haben Kinder?
Die Bundesregierung hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beauftragt, gerechte Bedingungen für das Aufwachsen von jungen Menschen geschaffen. Innerhalb der Bundesregierung kümmert es sich besonders um Kinder und Familien. Dabei lässt es sich von folgenden Regeln leiten:
- Alle Kinder haben die gleichen Rechte. Das heißt: Kein Kind darf benachteiligt werden, nur weil seine Eltern zum Beispiel weniger Geld haben als andere.
- Kindern darf keine Gewalt angetan werden. Kein Mensch darf ihnen wehtun, sondern jeder muss Kinder respektieren. Dafür gibt es sogar ein neues Kinderschutzgesetz.
- Alle Kinder sollen gesund aufwachsen und vor Krankheiten geschützt werden.
- Alle Kinder dürfen zur Schule gehen und dort gemeinsam lernen.
Diese Punkte hat sich die Bundesregierung nicht allein ausgedacht, sondern sie sind schon viel älter. Es sind nämlich Rechte, die die Vereinten Nationen im Jahr 1989 erarbeitet haben. All diese Kinderrechte sind in der Kinderkonvention zusammengefasst.
Fast alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, auch Deutschland, haben 2002 beschlossen, dass jede Regierung einen Plan erarbeiten soll, um diese Kinderrechte durchzusetzen.
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Wie kann man das Leben der Kinder verbessern?
Es gibt viele Beispiele, wie Kinder und Familien gefördert werden:
Die Bundesregierung unterstützt Eltern, sobald ein Kind auf die Welt kommt. Es gibt zum Beispiel das Elterngeld und das Kindergeld.
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Wer bekommt Elterngeld und Kindergeld?
Das Elterngeld bekommen Eltern, wenn der Vater oder die Mutter nach der Geburt eine Pause in ihrem Beruf machen, um sich um das Baby zu kümmern. Für bis zu 14 Monate bezahlt der Staat ihnen dann Elterngeld.
Außerdem gibt es auch noch das so genannte Kindergeld. Das heißt, dass Eltern Geld vom Staat bekommen, um ihre Kinder zu versorgen. Der Staat zahlt Eltern dieses Geld von Geburt an bis mindestens zum 18. Geburtstag ihrer Kinder. Wenn die Kinder aber zu diesem Zeitpunkt noch in der Schule oder auf der Universität sind, dann bekommen Eltern das Geld sogar bis zum 25. Geburtstag ihrer Kinder. Zurzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 184 Euro, für ein drittes Kind 190 und für jedes weitere Kind 215 Euro monatlich.
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Was passiert nach der Elternzeit?
Die Bundesregierung will den Eltern aber nicht nur Geld für die Kinder zahlen. Sie will viel mehr erreichen. Sie hat nicht nur die Kinder, sondern auch die Mütter und Väter im Blick. Viele Frauen möchten heute gerne Kinder bekommen und trotzdem weiterarbeiten.
Daher ist es wichtig, dass die Kleinen nach der Elternzeit gut betreut werden. Deshalb hat die Bundesregierung mitgeholfen, zusätzliche Betreuungsplätze vor allem für Kleinkinder unter drei Jahren geschaffen. Bis zum Jahr 2013 wird es bundesweit im Durchschnitt für jedes dritte Kind unter drei Jahren einen Betreuungsplatz geben. Dann wird jedes Kind, wenn es zwei Jahre alt wird, einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben.
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Wofür sind Mehrgenerationenhäuser gut?
Vielleicht habt ihr auch schon mal von einem Mehrgenerationenhaus gehört. Es gibt mittlerweile 500 in ganz Deutschland. In diesen Häusern ist viel los! Wie der Name schon sagt, treffen sich in diesen Häusern mehrere Generationen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen und ganz alte Menschen.
In Mehrgenerationenhäusern können alle aktiv werden: Dort wird Kinderbetreuung organisiert, dort können zum Beispiel ältere Menschen den Kleinen etwas vorlesen. Meist gibt es auch eine Cafeteria. Guckt doch mal, wo bei euch das nächstgelegene Mehrgenerationenhaus ist.
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