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Was tut die Bundesregierung gegen den Klimawandel?

Elbewiese mit Bäumen
Im Winter haben wir es in unseren Wohnungen gerne kuschelig warm. Dazu müssen wir die Heizung aufdrehen.
Seit vielen Jahren heizen wir mit fossilen Brennstoffen. Fossile Brennstoffe, das sind Erdöl, Erdgas oder Kohle. Und auch die Firmen und Betriebe verbrauchen Energie aus Erdöl, Gas und Kohle, wenn sie Autos, Kugelschreiber oder Bonbons herstellen.
 
Dadurch wird Kohlendioxid, also CO2, freigesetzt. Und CO2 erwärmt die Luft. Das heißt, indem wir Erdöl, Erdgas oder Kohle nutzen, tragen wir zur Erderwärmung und damit zum Klimawandel bei. 
 
Erdöl, Erdgas und Kohle haben aber noch einen weiteren Nachteil: Es gibt sie nämlich nicht unbegrenzt. Das heißt: Sie werden in der Natur immer knapper und sie erneuern sich auch nicht. Irgendwann werden sie ganz aufgebraucht sein. 
 
Deshalb müssen wir schon jetzt nach anderen Energiequellen suchen. Am besten nach solchen, die es in der Natur sowieso gibt oder die immer wieder nachwachsen. Diese so genannten "erneuerbaren Energien" können aus Sonne, Wind, Wasserkraft, aus Erdwärme und aus Biomasse gewonnen werden. Biomasse gibt es zum Beispiel in Form von Zuckerrohr oder Holz.
 
Durch erneuerbare Energien gelangt kein schädliches CO2 mehr in die Atmosphäre. Der Klimawandel kann gestoppt werden. Gute Gründe, warum die Bundesregierung in die erneuerbaren Energien investiert.
Solarsiedlung in Freiburg

Wie kann man Sonnenenergie nutzen?

Im Inneren der Sonne ist es etwa 16 Millionen Grad Celsius heiß. Der Vorrat an Sonnenwärme wird noch viele Milliarden Jahre reichen. Acht Minuten braucht ein Sonnenstrahl etwa bis zur Erde. Und hier bei uns kann er in Energie umgewandelt werden. Das geschieht mit Solarzellen. Ohne Abgase zu produzieren, ist es so möglich, die Energie der Sonne in Strom umzuwandeln.
 
Mittlerweile befinden sich auf vielen Hausdächern Solarzellen. Sie sehen aus wie Glasflächen. Unter ihnen verlaufen Rohre. Durch diese Rohre wird das von der Sonne erhitzte Wasser gepumpt. Dieses Wasser kann dann zum Duschen oder Heizen genutzt werden. 
 
Übrigens: Die Solarzellen brauchen kein direktes Sonnenlicht. Sie funktionieren auch, wenn es draußen bewölkt ist.
 
Um das wiederum zu verstehen, musst du in Naturwissenschaft gut aufpassen oder in Physik. Vielleicht willst du jetzt lesen "Warum ist es so wichtig, dass ich zur Schule gehe?" nach oben

Wie wird Wind- und Wasserenergie erzeugt?

Wind entsteht, wenn sich Luft von einem Hochdruckgebiet zu einem Tiefdruckgebiet bewegt. Je größer der Druckunterschied ist, umso stärker ist der Wind. So wird viel Energie freigesetzt.
 
Als es noch keine Motoren gab, wurde diese Energie bereits zum Mahlen von Getreide in Windmühlen genutzt. Heute werden bis zu 100 Meter hohe Windräder gebaut. Die Bewegungen der Rotorblätter treiben dann einen Generator an, der Strom erzeugt.
 
Die Energie von Wasser kann am besten genutzt werden, wenn es in Bewegung ist. Das kennst du vielleicht aus dem Meer, wenn die Wellen einen meterweit tragen.
 
Für die Umwandlung dieser Energie in Strom bedarf es einer Turbine. Sie wird von fließendem Wasser angetrieben. Das bringt wiederum einen Generator dazu, Strom zu erzeugen. Je schneller das Wasser fließt, desto mehr Strom kann erzeugt werden. nach oben
Windrad

EEG - was ist das?

Um die wertvollen Energiequellen aus der Natur besser nutzen zu können, hat das deutsche Parlament ein Gesetz beschlossen: das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG. Darin steht, dass in Deutschland mehr Energie aus erneuerbaren Energien kommen soll. Denn heute stammen 8,6 Prozent der in Deutschland verbrauchten Energie aus Wasser, Wind oder Solarkraft; bis 2020 sollen es 18 Prozent sein.
 
Außerdem ist es der Bundesregierung wichtig, dass die gewonnene Energie richtig verteilt und genutzt werden kann. Dafür müssen zum Beispiel die elektrischen Netze, durch die der Strom fließt, ausgebaut werden. Alte Windräder auf dem Land werden durch neue Windräder ersetzt. Und auch Windräder draußen im Meer werden ausgebaut und gefördert.
 
Darüber hinaus unterstützt die Bundesregierung die Forschung. Sie hilft Firmen, die Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen und verkaufen wollen. Also Produkte aus Pflanzen, Holz, Stärke oder Zucker. Je mehr Menschen die modernen Energiequellen nutzen, desto besser geht es dem Klima. nach oben
Stecker und Steckleiste mit rotem Schalter

Was können wir sebst tun, um das Klima zu schützen?

Für die Umwelt ist es natürlich sehr wichtig, wenn wir Solar- oder Windenergie nutzen. Am einfachsten ist es aber, wenn wir Energie sparen: Denn das kann jeder!
 
Je mehr Elektrogeräte in einer Wohnung stehen, desto mehr Strom wird verbraucht. Gerade ältere Geräte haben einen hohen Energieverbrauch. Manchmal ist es sinnvoller, sie durch neue Geräte zu ersetzen.
 
Oft sind es aber auch kleine Dinge, die viel ausmachen. Glühbirnen zum Beispiel verbrauchen viel Strom. Energiesparlampen sind zwar teurer, halten aber länger und verbrauchen viel weniger Strom. Sie sind daher insgesamt günstiger und umweltfreundlicher.
 
Viele Haushaltsgeräte verfügen über eine Stand-by-Schaltung. Dann zeigen die Geräte einen roten Punkt an, obwohl sie ausgeschaltet sind. Dazu gehören Fernseher, Radios, Videorecorder, Computer und einiges mehr. Auch diese dauernde Bereitschaft kostet Strom. Daher ist es sinnvoll, den Stecker zu ziehen und die Geräte ganz auszuschalten. Oder man schließt die Geräte an eine Steckerleiste mit An- und Ausschalter an.
 
Auf manchen Geräten ist das Umweltzeichen Blauer Engel abgebildet. Es gibt an, welche Elektrogeräte für Umwelt und Gesundheit bedenkenlos sind. Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt unterstützen den Blauen Engel.
 
Und was können wir noch tun? Wir können mit dem Fahrrad zur Schule, zum Sport oder zum Einkaufen fahren statt mit dem Auto. Wir können mit der Bahn in den Urlaub fahren statt mit dem Flugzeug. Wir können raus gehen und Freunde treffen statt vor dem PC oder Fernseher zu sitzen. Wir selbst können vieles tun, um weniger Energie zu verbrauchen - ohne viel Aufwand, aber mit viel Spaß! nach oben