Startseite

Stopp! Keine Kindersoldaten!

12. Februar 2010
Weltweit gibt es ungefähr 250.000 Kindersoldaten. Das sind Kinder in eurem Alter, die meist gezwungen werden mit einer Waffe zu kämpfen. Viele Kindersoldaten gibt es in Afrika und Asien.

Die Kinder werden häufig verschleppt. In besonders armen Gebieten wollen Kinder aber freiwillig Soldaten werden. Sie hoffen, so zu überleben und nicht zu verhungern. Für all diese Kinder ist die Kindheit von einem Tag auf den anderen vorbei. Spielen, mit anderen herumtollen oder in der Schule lernen, gibt es für sie nicht mehr.

Stattdessen müssen sie lernen mit einer Waffe umzugehen. Wie erwachsene Soldaten müssen sie lernen andere Menschen zu verletzten oder sogar zu töten. Kein Kind würde dies freiwillig tun. Die Kinder werden dazu mit Bestrafungen gezwungen.

Oder sie müssen Drogen und Alkohol nehmen, damit sie wie Krieger handeln. Die Kinder haben durch die Drogen und den Alkohol weniger Angst zu kämpfen und andere zu verletzen.

In ihrer Zeit als Kindersoldat erleben die Kinder viele schlimme Dinge, die sich tief in ihr Gedächtnis einprägen. Angst, Albträume und schreckliche Erinnerungen bestimmen ihr Leben. Auch wenn es den Kindern gelingt zu fliehen oder sie befreit werden können, sie werden nie wieder sorglos leben und spielen können. Zu tief sitzen die Erlebnisse ihrer Soldatenzeit. "umbruch"

Helfen, damit aus Soldaten wieder Kinder werden

Ehemalige Kindersoldaten brauchen viel Hilfe. Sie müssen lernen wieder ein normales Leben mit ihren Familien und anderen Menschen zu führen. Aber sie müssen auch in der Schule nachholen, was sie versäumt haben. Hilfsorganisationen, wie die UNICEF und das Kinderhilfswerk, helfen den Kindern dabei. Doch das ist oft sehr schwierig.

Der heutige internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten soll auf das Schicksal dieser Kinder aufmerksam machen. In manchen Ländern wird der Tag auch als Red Hand Day begangen. In Deutschland setzt sich unter anderen die Aktion „Rote Hand“ gegen Kindersoldaten ein. Heute wird sie Bundesaußenminister Guido Westerwelle besuchen. Auch er will der Aktion seine „Rote Hand“ reichen.

Am 12. Februar 2002 haben die Vereinten Nationen ein Zusatzprotokoll über die Rechte von Kindern in bewaffneten Konflikten in Kraft treten lassen. Damit wurde ein wichtiger Schritt zum Schutz dieser Kinder unternommen. Aber es bleibt noch viel Arbeit für Politiker und alle friedlebenden Menschen: Es darf keine Kindersoldaten mehr geben!

Was sind die Vereinten Nationen?

Was ist UNICEF?