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Die besten Schulen in Deutschland

10. Juni 2010
Bundeskanzlerin Merkel überreicht den diesjährigen Schulpreis in Höhe von 100.000 Euro an die Sophie-Scholl-Schule in Bad Hindelang.
Foto: REGIERUNGonline/Bergmann
Bundeskanzlerin Merkel übergibt den Deutschen Schulpreis an die Sophie-Scholl-Schule.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in Berlin die besten Schulen Deutschlands mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Den Hauptpreis und ein Preisgeld von 100.000 Euro bekam die Sophie-Scholl-Schule aus Bad Hindelang.

In Deutschland müssen alle Kinder zur Schule gehen. Weil Lernen so wichtig ist, gibt es in der Bundesrepublik die so genannte Schulpflicht. Dabei bedeutet es viel, ob Du zur Schule musst oder Dich freust, dass Du dorthin darfst. Die meisten Kindern gehen gern zur Schule, wenn der Unterricht Spaß macht. An guten Schulen mit guten Lehrerinnen und Lehrern ist das so.

100.000 Euro für die beste Schule

Und weil es in Deutschland viele gute Schulen gibt, hat die Bundeskanzlerin jetzt in Berlin die besten Schulen des Landes mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet. Als beste Schule wurde die Sophie-Scholl-Schule in Bad Hindelang mit dem Hauptpreis von 100.000 Euro ausgezeichnet.

Unterricht trotz Krankenhaus

Das Besondere an dieser Schule ist, dass dort kranke Kinder aller Altersstufen und aus vielen unterschiedlichen Schulen unterrichtet werden. In der Nähe der Schule liegt ein Krankenhaus, die Alpenklinik Santa Maria. Solange sie in der Klinik medizinisch behandelt werden, bekommen die Kinder in der Sophie-Scholl-Schule altersgerechten Unterricht. In den Klassen sind höchstens 15 Schülerinnen und Schüler. So haben die Lehrer genügend Zeit, sich mit jedem Kind zu beschäftigen. Bei Fragen werden auch die Heimatschulen angerufen. Manchmal dauert der Klinikaufenthalt viele Monate. Da ist es gut, dass die Kinder durch den Unterricht an der Sophie-Scholl-Schule den  Anschluss an das Lernen zu Hause nicht verlieren. Wenn sie wieder gesund sind, können sie in ihrer eigenen Schule gleich in ihrer alten Klasse starten.

Lob von der Bundeskanzlerin

Angela Merkel hat zur Preisverleihung eine kurze Rede gehalten und angekündigt, dass bei der Bildung nicht gespart wird. Bei den Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland hat sich die Bundeskanzlerin bedankt: „Das ist ein Beruf, den unheimlich viele lieben, in dem sie in Leidenschaft aufgehen.“ Das müssten die Menschen mehr beachten. Die Bundeskanzlerin wünscht sich eine "Bildungsrepublik Deutschland". Sie setzt sich dafür ein, dass alle Schülerinnen und Schüler einen Schul- oder Berufsabschluss machen.

Mehr Geld für die Bildung

Das geht nur, wenn die Länder, Städte und die Wirtschaft an diesem Ziel zusammen arbeiten. "Es muss uns um das Ziel und die Kinder gehen und nicht um die Zuständigkeiten", sagte die Bundeskanzlerin. Mit den Chefs der Landesregierungen trifft sie sich am 10. Juni und bespricht mit ihnen, wie sie zusammen mehr für die Bildung tun können. Bis zum Jahr 2015 sollen jährlich 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – also alle wirtschaftlichen Leistung in Deutschland zusammen -  in Bildung und Forschung investiert werden. 

Kreativ und leistungsstark


Der Deutsche Schulpreis zeichnet Schulen aus, die durch Leistung und Kreativität begeistern. Sie sollen Lernfreude wecken und den Lebensmut der Kinder stärken. Außerdem sollen sie zu Fairness und Verantwortung erziehen. Ziel des Preises ist es, die Preisträger zu ehren und als Vorbilder bekannt zu machen.


Viele Bewerbungen
 

An dem Wettbewerb haben sich 2010 insgesamt 162 Schulen beteiligt. Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 vergeben. Initiatoren sind die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung. Vier weitere Schulen erhalten Preise in Höhe von jeweils 25.000 Euro, die Zusatzpreise "Preis der Jury" sowie "Preis der Akademie" sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert.