Aids ist eine tödliche Krankheit, die auf der ganzen Welt verbreitet ist. Eine Impfung oder ein Heilmittel dagegen gibt es nicht. Auf der Welt-Aids-Konferenz in Wien beraten mehr als 20.000 Menschen aus über 100 Ländern darüber, wie sich Aids bekämpfen lässt. Und sie sprechen darüber, wie den Menschen, die sich angesteckt haben, geholfen werden kann.
Die Welt-Aids-Konferenz hat das Motto "Rights here, Right now". Das heißt übersetzt "Rechte hier und jetzt".
Keine Benachteiligung
Mit dem Motto will die Konferenz sagen, dass Menschen mit Aids nicht diskriminiert, also nicht benachteiligt werden dürfen. Und sie dürfen auch nicht gemobbt oder ausgegrenzt werden. In vielen Ländern der Welt ist das leider noch sehr oft der Fall. Ob aidskrank oder nicht: Alle Menschen auf dieser Welt haben die gleichen Rechte.
Aids bedeutet "Acquired Immune Deficiency Syndrome" – auf Deutsch: Erworbenes Immunschwäche-Syndrom. Aids-Kranke sind mit dem HI-Virus infiziert. Dieser Virus greift das Immunsystem des Menschen an. Bei gesunden Menschen sorgt das Immunsystem dafür, dass Krankheiten im Körper bekämpft werden. Bei HIV-Infizierten funktioniert das nicht. Schon eine Erkältung kann lebensgefährlich sein.
Wann ist Aids ansteckend?
Die "Menschenrechte" sind aber nicht das einzige Thema der Welt-Aids-Konferenz. Die Teilnehmer beraten darüber, wie die Menschen noch besser über Aids informiert werden können: um selbst keinen HI-Virus zu bekommen und um Aids-Kranke nicht ungerecht zu behandeln. Dass Menschen mit Aids ausgegrenzt werden, liegt nämlich oft an der Angst, sich anzustecken.
Hände schütteln beispielsweise ist nicht ansteckend. Auch einen Aids-Kranken zu umarmen oder mit ihm die gleiche Toilette zu benutzen, ist nicht ansteckend. Bei der Berührung passiert also nichts. Übertragen wird Aids über den Geschlechtsverkehr, bei der Geburt eines Kindes oder durch direkten Blutaustausch. Wer beim Sex aber Kondome benutzt, ist auf der sicheren Seite: Durch sie kommen die ansteckenden Viren nicht hindurch. Zu wissen, wie man sich vor Aids schützt, kann lebensrettend sein.
Auf der Suche nach einem Heilmittel
Wissenschaftler auf der ganzen Welt versuchen seit vielen Jahren, ein Heilmittel oder eine Impfung gegen Aids zu finden. Gelungen ist ihnen das bis jetzt nicht. Bislang gibt es nur Medikamente, die die Krankheit "verlangsamen". Diese Medikamente sind aber sehr teuer. Die meisten Menschen, vor allem in den ärmeren Länder der Welt, können sie sich nicht leisten. Auf der Konferenz stellen sich die Wissenschaftler (auch aus Deutschland) untereinander ihre Forschungen vor. Und sie diskutieren darüber, wie sich Aids weiter medizinisch bekämpfen lässt.
Jede Minute stecken sich weltweit fünf Menschen mit dem Aids-Virus an. Insgesamt haben etwa 33 Millionen Menschen auf der Erde Aids, auch Kinder. Im Jahr 2008 starben rund 2 Millionen Menschen daran. Das sind mehr Menschen als beispielsweise in ganz Hamburg leben. Besonders viele Infizierte gibt es in Afrika. Im Osten Europas steigen die Zahlen der Infizierten sehr schnell an – das ist ziemlich besorgniserregend. In Deutschland leben etwa 70.000 HIV-Infizierte.
Deutschland auf der Welt-Aids-Konferenz
Auf der Konferenz vom 18. bis zum 23. Juli ist auch Deutschland vertreten. Deutsche Expertinnen und Experten erzählen bei den vielen Diskussionen der Konferenz von ihren Erfahrungen im Kampf gegen Aids. Und ein Informationsstand zeigt, wie Deutschland hilft, Aids zu bekämpfen - in Deutschland selbst, aber auch weltweit.