"Kalter Krieg" ist die Bezeichnung für eine Konfrontation zwischen verschiedenen Staaten oder: Einzelne oder mehrere Staaten stehen sich feindlich gegenüber, doch sie kämpfen nicht mit kriegerischen Mitteln gegeneinander. (Die Waffen sind kalt, es wird also nicht geschossen.) Der Konflikt wird mit Propaganda und Drohungen, mit gegenseitiger Aufrüstung ausgetragen. Beide Seiten häufen immer mehr Waffen an, um den Gegner zu bedrohen. So besteht immer die Gefahr, dass aus dem kalten Krieg ein "heißer", ein echter Krieg wird.
Wenn man vom Kalten Krieg spricht, so meint man in der Regel den so genannten Ost-West-Konflikt ab 1947. Nach dem Zweiten Weltkrieg war ein westliches Lager unter der Führung der USA und ein östliches unter Führung der Sowjetunion entstanden. Starke Gegensätze zwischen diesen beiden Siegermächten führten zu schweren Spannungen. Krisen, die zu einem dritten Weltkrieg zwischen den Supermächten hätten führen können, waren zum Beispiel die Blockade Berlins (1948/49), der Koreakrieg (1950-53), der Vietnamkrieg (1946-75), die Kubakrise (1963) oder der Einmarsch sowjetischer Truppen im Afghanistan (1979). Erst durch die Umbrüche in Osteuropa und die Auflösung der Sowjetunion (1991) wurde der Kalte Krieg endgültig beendet.
Quelle: G. Schneider & C. Toyka-Seid, HanisauLand.de,
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